Tenorsax G.H.Hüller Ser.Nr. 44414 R

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SebHeine
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Tenorsax G.H.Hüller Ser.Nr. 44414 R

Beitrag von SebHeine »

Habe ich seit Dienstag. Am Hals ist die 880 eingestempelt und die D-Resonanzklappe trägt die DRGM- Nr.1073082.
Der Tichter hat innen noch größtenteils die Gelblackierung. Die blättert einem aber fröhlich etgegen.
Es lag zusammen mit dem Original-Ebonit-Mundstück, auch von Hüller, in der Transportkiste und dementsprechend angelaufen waren sämtliche Versilberungen. Auf dem Mundstück war noch ein Selmer Soloist 2,5er Blatt eingespannt.
Inzwischen habe ich viele Stunden lang Kleinteile gereinigt, Silber geputzt und Klappenpolster und etliche Nadelfedern getauscht. Jetzt sieht das Sax wieder recht ansehnlich aus. Heute sind ein paar Stunden fürs Einstellen geplant. Ich bin schon sehr gespannt, wie es klingt. Den Originalklang werde ich wohl nicht hinbekommen, da ich Polster mit Metallresonatoren eingesetzt habe, bin aber auch sehr gespannt auf das aufpolierte und fast gar nicht verschlissene Originalmundstück.
Mich würde natürlich das ungefähre Fertigungsjahr interessieren, weil ich das Sax selber auch zu Auftritten spielen werde und wahrscheinlich öfter mal mit dieser Frage zu tun haben werde. Silberne Tenorsaxophone mit Gravur fallen eben auf. Hat das "R" der Seriennummer auch eine Bedeutung?
Gruß, Sebastian

Schrottsammler
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Re: Tenorsax G.H.Hüller Ser.Nr. 44414 R

Beitrag von Schrottsammler »

SebHeine hat geschrieben:
Mo 30. Mär 2026, 2:14
Hat das "R" der Seriennummer auch eine Bedeutung?
Gruß, Sebastian
DRGM heisst "Deutsches Reich Gebrauchsmuster"

https://nat.museum-digital.de/tag/43301
Grüsse aus dem Süden bei Freiburg :wink:
Dennis

.....Vintage Instrumente spielen besser...und älter... :v:
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SebHeine
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Re: Tenorsax G.H.Hüller Ser.Nr. 44414 R

Beitrag von SebHeine »

Schrottsammler hat geschrieben:
Mo 30. Mär 2026, 5:06
DRGM heisst "Deutsches Reich Gebrauchsmuster"

https://nat.museum-digital.de/tag/43301
[/quote]

Danke dir, hatte ich schon über Wikipedia herausgefunden. Das ist aber super, dass du das geschrieben hast, denn jetzt kann man den Punkt auch über die Forensuche aufklären.

Ich meine das R der Seriennummer 44414 R <-- (dieses hier).

Übrigens habe ich natürlich auch ein paar Bilder vom Instrument, bin aber am posten gescheitert. Soll ich sie online stellen und verlinken? Download bereitstellen für's Archiv?

Gruß, Sebastian

tobi
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Registriert: Mo 02. Feb 2015, 17:07

Re: Tenorsax G.H.Hüller Ser.Nr. 44414 R

Beitrag von tobi »

SebHeine hat geschrieben:
Mo 30. Mär 2026, 2:14
Am Hals ist die 880 eingestempelt und die D-Resonanzklappe trägt die DRGM- Nr.1073082.

Mich würde natürlich das ungefähre Fertigungsjahr interessieren, weil ich das Sax selber auch zu Auftritten spielen werde und wahrscheinlich öfter mal mit dieser Frage zu tun haben werde. Silberne Tenorsaxophone mit Gravur fallen eben auf. Hat das "R" der Seriennummer auch eine Bedeutung?
Hallo Sebastian,

die 880 Doppelschwingungen bedeuten, dass das Saxophon auf 440 Hz gestimmt worden ist. Vorher lag die Stimmung in der Regel bei 435 Hz, es sei denn, Sonderwünsche waren zu erfüllen.

Für die Seriennummern um 44414 herum hab ich noch zu wenig "Futter". Beim Baujahr tippe auf die zweite Hälfte der 50er Jahre, genauer kann ich das derzeit nicht. Ich hoffe auf weitere Puzzlesteine, damit sich mein Bild noch weiter festigen kann.

Auch das "R" kann ich nicht eindeutig erklären. Ich vermute, dass es sich um ein Kürzel des jeweiligen Saxophonbauers handelt. Es kommen bei G.H. Hüller regelmäßig die Buchstaben K, M, S und R vor, und auch andere. Es wird aber nicht das gesamte Alphabet abgebildet, wie beispielsweise bei F.X. Hüller.

Ich hoffe auf weitere Wortmeldungen.
VG, Tobi

tobi
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Registriert: Mo 02. Feb 2015, 17:07

Re: Tenorsax G.H.Hüller Ser.Nr. 44414 R

Beitrag von tobi »

Bilder kannst du ganz einfach hinzufügen. Unterhalb des E-Mail-Textes findest du den Reiter "Optionen".
Daneben ist der Reiter "Dateianhänge". Den anclicken. Dann auf "Dateien hinzufügen" etc...

SebHeine
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Registriert: Mo 30. Mär 2026, 1:01

Re: Tenorsax G.H.Hüller Ser.Nr. 44414 R

Beitrag von SebHeine »

Tenorsax beim Kauf
Tenorsax beim Kauf
Mundstück nach dem Aufpolieren
Mundstück nach dem Aufpolieren
Kleinfingertasten links
Kleinfingertasten links
Weitere Bilder muss ich erst verkleinern oder erneut aufnehmen. Ich bin jetzt fast fertig mit dem Einstellen der Mechanik - irgendwo ist noch etwas undicht. Im Bereich der langen Griffe sacken die Töne weg. Ab F-Griff abwärts. Aber man kann jetzt schon hören, dass die Intonation der kurzen Griffe sehr sauber ist. Ich brauche da gar keine Ansatzkorrektur.

Klang und Ansprache im hohen Register sind wunderbar. Ich spiele 2,5er Java auf Vandoren T95 Jumbo und der Klang da oben ist fast wie bei einer Flöte. Besonders im Pianissimo. Ich bin sehr begeistert.

Auf dem Originalmundstück habe ich mal kurz zu spielen versucht, habe aber keinen Erfolg gehabt, weil das Instrument noch zu schlecht eingestellt war und mir das Mundstück nicht offen genug ist. Meine Ligatur passt auch nicht drauf, weil das Mundstück doch sehr schlank ist. Ich will das abschließend der Einstellerei mit der bis dahin gereinigten Originalblattschraube nochmal versuchen, vielleicht mit einem viel härteren Blatt.
Gruß, Sebastian

tobi
Beiträge: 714
Registriert: Mo 02. Feb 2015, 17:07

Re: Tenorsax G.H.Hüller Ser.Nr. 44414 R

Beitrag von tobi »

Hallo Sebastian,
Tja, du stellst gerade fest, was die Fans der alten Saxophone aus dem deutschsprachigen Raum wissen: Die Instrumente waren fast durch die Bank sehr gut. Zumindest bis in die 60er Jahre.

Der einzige Haken wäre für mich die Ergonomie. Aber aus meiner Sicht durchaus handhabbar. Klang und Intonation sind in der Regel sehr gut. Und preislich sind die Saxophone oft unschlagbar. Sehr viel Sax für nen schmalen Euro.
Viel Spaß mit dem GH Hüller, Tobi

PS: Mit den Originalmundstücken krieg ich normalerweise auch keinen (schönen) Ton raus.

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