Lautengitarre Wilhelm Herwig

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EmilDietz
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Lautengitarre Wilhelm Herwig

Beitrag von EmilDietz »

Liebe Expiertinnnen und Experten,
ich habe eine Gitarre in Lautenform mit 8 freischwingenden (theorb.) Saiten bekommen. Sehr interessant, ein Instrument, dass natürlich eine Gitarre ist, so wie die Gitarre gestimmt wird etc. Ich habe das Instrument nun ganz grob instand gesetzt und bin überrascht, wie gut das klingt. So stimme ich die 3. Saite auf fis, alles unter 415Hz, um die Decke nicht zu überlasten. Übrigens: Die Verbalkung innen entspricht der Tradition der Laute, die - vor Einführung der Fächerverbaldung seit Antonio Torres - auch für die Gitarre um 1900 galt. Klingt gut, sehr präsent, nicht grob laut. Ein so einfaches Instrument mit einem solchen Wohlklang.

Mein Anliegen heute: Weiß jemand mehr über Wilhelm Herwig? Biographisches? Hier im Forum finde ich widersprüchliche Angaben zur Gründung der FA Herwiga, Gründungsdaten 1882 resp. 1890, Bestand bis 1970 resp. 1964.

Fragen: Wer hat diese Laute, die keine ist, gebaut? Gibt es Quellen und Material zu dieser Art von Instrumentenbau (Zupfinstrumente)? Nach wie vor interessiert mich das auch in Zusammenhang mit meiner Gambe von Rud. Klier (meine früheren Beiträge).
Bin für alle Hinweise dankbar, so jetzt übe ich erst mal auf der Lautarre.
Beste Grüße vom Bodensee in Österreich Michael Sieberichs-Nau

Udo Kretzschmann
Geigenbaumeister
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Re: Lautengitarre Wilhelm Herwig

Beitrag von Udo Kretzschmann »

Lieber Herr Dietz,

1882 wurde durch Heinrich Ludwig Gläsel und Friedrich Wilhelm Herwig die Firma "Gläsel&Herwig" gegründet. 1890 wurde diese Firma aufgelöst und am 10.10.1890 als Firma Friedrich Wilhelm Herwig "Herwiga" neu gegründet. Beide Daten haben also ihre Berechtigung.

Mit freundlichen Grüßen

Udo

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