Liebes Forum,
weiß jemand in welchem Zeitraum solche Druckwerke eingebaut wurden und wo die hergestellt wurden, siehe Fotos? Das abgebildete stammt von einem deutschen Tenorhorn vom Handelsunternehmen C.A. Wunderlich.
Viele Grüße
Wendelin
Druckwerk Tenorhorn C.A. Wunderlich
Moderatoren: Dr. Enrico Weller, Mario Weller
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Mario Weller
- Metallblasinstrumentenbaumeister
- Beiträge: 1539
- Registriert: So 08. Apr 2007, 16:25
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Re: Druckwerk Tenorhorn C.A. Wunderlich
Hallo Wendelin,
eine solche Frage habe ich eigentlich schon lange mal erwartet bzw. befürchtet. Befürchtet deshalb, weil dies zu recherchieren eine schier übermächtige Aufgabe ist. Hergestellt in Graslitz oder einem seiner benachbarten Gemeinden belieferten die böhmischen Maschinenmacher neben dem Bedarf der Graslitzer Werkstätten sämtliche Firmen im Vogtland sowie als "Bestandteil" in alle deutschen Ländereien. Da es in Böhmen bestimmt 70 oder mehr Zylindermaschinenmacher gab, halte ich es mittlerweile für geradezu unmöglich herauszufinden, welche Werkstatt z. B. für diese Maschine zeichnet. Denn ja, man hat eben nicht oder nur selten "gekennzeichnet" - seinen Namen schon gar nicht.
Die "Fäßchen" an den Schiebern Ihrer Maschine sind schon sehr auffällig, habe ich diese schon häufig gesehen. Einer Werkstatt zuordnen konnte ich dieses Detail aber bisher auch noch nicht. Es existieren da einfach zu wenig bis gar keine Aufzeichnungen und wenn man oft fertige aber nicht mit einem Herstellernamen versehene Metallblasinstrumente ob ihrer Details keiner Werkstatt zuordnen kann, wie schwierig ist dies dann erst bei den Maschinen......
Zum Alter: da halte ich zwischen 1900 und 1930 alles für möglich, auch vor 1900 kann man nicht ausschließen. Da würde ich lieber anders herum rangehen und versuchen das Tenorhorn einer Zeit zuzuordnen.
Mit freundlichen Grüßen
Mario Weller
eine solche Frage habe ich eigentlich schon lange mal erwartet bzw. befürchtet. Befürchtet deshalb, weil dies zu recherchieren eine schier übermächtige Aufgabe ist. Hergestellt in Graslitz oder einem seiner benachbarten Gemeinden belieferten die böhmischen Maschinenmacher neben dem Bedarf der Graslitzer Werkstätten sämtliche Firmen im Vogtland sowie als "Bestandteil" in alle deutschen Ländereien. Da es in Böhmen bestimmt 70 oder mehr Zylindermaschinenmacher gab, halte ich es mittlerweile für geradezu unmöglich herauszufinden, welche Werkstatt z. B. für diese Maschine zeichnet. Denn ja, man hat eben nicht oder nur selten "gekennzeichnet" - seinen Namen schon gar nicht.
Die "Fäßchen" an den Schiebern Ihrer Maschine sind schon sehr auffällig, habe ich diese schon häufig gesehen. Einer Werkstatt zuordnen konnte ich dieses Detail aber bisher auch noch nicht. Es existieren da einfach zu wenig bis gar keine Aufzeichnungen und wenn man oft fertige aber nicht mit einem Herstellernamen versehene Metallblasinstrumente ob ihrer Details keiner Werkstatt zuordnen kann, wie schwierig ist dies dann erst bei den Maschinen......
Zum Alter: da halte ich zwischen 1900 und 1930 alles für möglich, auch vor 1900 kann man nicht ausschließen. Da würde ich lieber anders herum rangehen und versuchen das Tenorhorn einer Zeit zuzuordnen.
Mit freundlichen Grüßen
Mario Weller